Brustsache

Seit 2007 bin ich in der Praxis Frauensache und als Belegärztin in der Lindenhofgruppe Bern tätig. Vor allem habe ich mich im Bereich der Senologie, nach intensiver Schwerpunktbildung im Brust- und Tumorzentrum des Inselspitals Bern, noch weiter fortgebildet und meinen Schwerpunkt in diesem Gebiet intensiviert.
Seit November 2011 bin ich daher Kernteammitglied des Brustzentrums Bern. Das bedeutet, dass ich zur operativen Therapie bei Mammakarzinompatientinnen am Lindenhofspital und Engeriedspital zugezogen werde. Dies beinhaltet die wöchentliche Teilnahme an der interdisziplinären Tumorboardbesprechung zur Planung der präoperativen und postoperativen Therapie.
Zurzeit wird die intraoperative Radiotherapie mittels Intrabeam nur am Lindenhofspital durchgeführt, auch für diese spezielle Technik habe ich mich spezifisch in Mannheim weitergebildet. Die ganzheitliche Betreuung steht bei mir im Vordergrund: Auf Ihren Wunsch evaluiere ich gerne die Traditionelle Chinesische Medizin als ergänzende Therapiemethodik.
Schliesslich bin ich für die ambulante minimal invasive Entnahme gutartiger Befunde der Brust (MIBB) ausgerüstet. Der Eingriff erfolgt ambulant und in Lokalanästhesie, während die herkömmliche, sog. offene Operationstechnik meistens eine Narkose und einen Spitalaufenthalt bedingen.

Im Frühjahr 2013 wird im Kanton Bern das Mammographiescreening eingeführt. Ich stehe Ihnen im Rahmen des Programms als weiterabklärende Ärztin bei auffälligen Mammographiebefunden zur Verfügung.

Was sind meine Anliegen gegenüber einer Patientin mit einer Erkrankung der Brust?

Wann ist eine Konsultation in meiner Sprechsunde sinnvoll?


Das Angebot auf einen Blick

Beratung


Diagnostik


Therapie


Nachsorge
In Zusammenarbeit mit der Lindenhofgruppe:


Interdisziplinäres Angebot


In einer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz, dem sogenannten Tumor-Board, werden, in Anwesenheit der Spezialistinnen, die Fälle einzeln besprochen und im Konsens eine Therapie-Empfehlung für die Patientin abgegeben.

Mammographie
Die Mammographie ist auch heute die wirkungsvollste Untersuchungsmethode zur Frühdiagnose von bösartigen Brusterkrankungen. Insbesondere wenn diese mit der Bildung von Mikroverkalkungen einhergehen, sind Veränderungen im Millimeterbereich sichtbar. Bei der Mammographie handelt es sich um eine röntgenologische Untersuchung. Aufgrund der modernen Geräte ist die Strahlenbelastung minimal, vergleichbar mit jener während eines längeren Aufenthaltes im Gebirge. Auch wiederholte Untersuchungen verursachen somit kein nachweisbares Gesundheitsrisiko. Die Mammographie ermöglicht auch Vergrösserungsaufnahmen und die Markierung nicht tastbarer, verdächtiger Befunde vor der Operation.

Ultraschall (Sonographie)
Die Ultraschalldiagnostik beruht auf der Ausbreitung und Reflexion von Schallwellen im Gewebe, womit sich das Gewebemuster auf einem Monitor darstellen lässt. Diese Untersuchung eignet sich besonders zur Unterscheidung zwischen soliden Knoten und flüssigkeitsgefüllten Zysten sowie zur Erfassung nicht tastbarer Knoten. Die Sonographie ist eine Ergänzungsuntersuchung zur Mammographie mit dem Vorteil, dass damit keine Strahlenbelastung verbunden ist. Unter sonographischer Kontrolle lassen sich Befunde punktieren bzw. biopsieren, auch wenn sie nicht tastbar sind.

Magnetresonanztomographie (MRI)
In gewissen Fällen kann es notwendig sein, als Ergänzung zu anderen Untersuchungen eine Magnetresonanztomographie (MRI) der Brüste durchzuführen. Damit erhält man zusätzliche Informationen, die das weitere Vorgehen beeinflussen und in gewissen Fällen eine operative Abklärung verhindern können. Die Magnetresonanztomographie benötigt keine Röntgenstrahlen. In der Regel wird ein Kontrastmittel gespritzt, welches sich auf typische Weise in krankhaften Veränderungen anreichert und diese sichtbar macht. Die Untersuchung ist relativ aufwendig und wird meist erst in dritter Linie nach Mammographie und Ultrasonographie eingesetzt.

Stanzbiopsie/Zylinderbiopsie
Zur Abklärung von Knoten kann es notwendig sein, eine Gewebeprobe mittels Stanzbiopsie durchzuführen. Bei der Zylinderbiopsie (auch TrueCut Biopsie oder Stanzbiopsie) handelt es sich um das Gewinnen dünner Gewebezylinder, die eine mikroskopische Untersuchung ermöglichen. Diese Untersuchungstechnik kann ultraschallgesteuert, mammographisch gesteuert (stereotaktisch) oder MR-gesteuert durchgeführt werden.

Stereotaktische Biopsien
Befunde, die nur mammographisch zu sehen sind, aber nicht getastet werden können (z.B. Mikroverkalkungen), lassen sich durch eine sogenannte stereotaktische Biopsie abklären. Diese Methode stellt die neuste Generation diagnostischer Verfahren dar: Mit einem mammographischen Verfahren wird zunächst das Zielfeld in der Brust definiert. Dann berechnet ein Computer die exakte Position des Befundes innerhalb der Brustdrüse und steuert millimetergenau die Entnahme von Zylinderbiopsien aus dem bezeichneten Areal. Der Eingriff erfolgt ambulant und in Lokalanästhesie, während die herkömmliche, sog. offene Operationstechnik meistens eine Narkose und einen Spitalaufenthalt bedingen.

Gynäkologie/Geburtshilfe
Die Gynäkologin/Geburtshelferin ist eine Frauenärztin. Die Erstdiagnose gutartiger und vor allem auch bösartiger Brustveränderungen sowie die Erstbehandlung erfolgt heute in der Regel bei der Gynäkologin. Meist ist sie für die senologische Patientin die Bezugsperson und koordiniert die Zusammenarbeit mit den übrigen Spezialistinnen.

Radiologie
Die Radiologie befasst sich mit der bildgebenden Diagnostik des menschlichen Körpers. Diese Informationen geben entscheidende Hinweise zur Sicherung der Diagnose und zur Festlegung des weiteren Vorgehens. Bei einigen Organsystemen erfolgen auch therapeutische Eingriffe unter bildgebender Kontrolle.

Pathologie
Die Pathologie untersucht entferntes Gewebe unter dem Mikroskop und sichert die Diagnose. Nebst dem Mikroskop bedient sich die Pathologin zunehmend auch anderer hoch spezialisierter Untersuchungstechniken, um feinste diagnostische Unterschiede feststellen zu können. Werden einzelne Zellen unter dem Mikroskop untersucht, spricht man von Zytologie, wird zusammenhängendes Gewebe untersucht, spricht man von Histologie.

Chirurgie/Plastische und Wiederherstellungschirurgie
Auch die Chirurgie beschäftigt sich mit der operativen Behandlung von Brustveränderungen. Die Plastische und Wiederherstellungschirurgie konzentriert sich auf die kosmetische Korrektur nach erfolgter operativer Behandlung von Brustkrebs, d.h. in der Regel nach Entfernung der Brustdrüse. Dies kann das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität betroffener Frauen in vielen Fällen erheblich verbessern. Umgekehrt kann auch Frauen mit zu grossen Brüsten durch eine Verkleinerungsoperation entscheidend geholfen werden.

Nuklearmedizin
Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen werden radioaktive Substanzen geringer, nicht schädigender Dosis eingesetzt, um Ableger (Metastasen) eines Brustkrebses zu suchen. Die Knochenszintigraphie zum Nachweis von Ablegern im Skelettsystem ist ein Beispiel. Auch der sogenannte Sentinel Lymphknoten (Wächter-Lymphknoten) kann mit dieser Methode identifiziert werden.

Onkologie
Die Onkologie befasst sich mit der Betreuung von krebskranken Patienten und umfasst in erster Linie die medikamentöse Behandlung eines Krebsleidens durch die sogenannte Chemotherapie und/oder durch eine Hormontherapie. Die Onkologin ist eine Subspezialistin der Inneren Medizin.

Radio-Onkologie (Radiotherapie)
Die Radio-Onkologie beschäftigt sich mit der Bestrahlung bösartiger Tumoren. Bei sogenannter brusterhaltender Therapie eines Mammakarzinoms ist die postoperative Radiotherapie ein fester Bestandteil des Behandlungskonzeptes und trägt wesentlich zu den guten Resultaten bei.